マイダン革命後、ウクライナ政府はドンバス地域を始めとする東部や南部でロシア語を公用語から外そうとしたことが、ドンバス紛争の一因となり、ドイツやフランスの仲介で、二度のミンスク協定が締結され、ドンバス地域の自治権拡大が決定されましたが、ウクライナはその実施にあまり関心を示さなかったことから、ロシアは「ロシア語話者の迫害」を口実に国際法違反の侵攻を開始しました。
Der „Donbass“, ein Akronym der ukrainischen und russischen Bezeichnung für Donez-Becken, besteht aus den beiden ukrainischen Bezirken Luhansk und Donezk. Luhansk ist so gut wie in russischer Han, aber Donezk hat Putin zu einem sehr großen Teil, aber eben nicht ganz erobert. […] Die Russen haben inzwischen natürlich ihr Herz für den Donbass entdeckt. Drei Jahre Indoktrination unter repressiven Bedingungen können einiges bewirken: Dass es im Donbass trotz vieler Jahrzehnte des Russifizierungsbemühungen keine ethnisch russische Mehrheit gab, beflügelte die russische Propaganda echer noch mehr. Vor dem Überfall auf das Nachbarland intensivierte das staatliche Fernsehen seine Berichterstattung über das Leid der russischen Donbass-Bewohner, denen nichts weniger als ein „Genozid“ drohe. Die hysterische Sorge um eine kleine Gruppe bedrängter Landsleute, die in der unabhängigen Ukraine ihre Sprache nicht sprechen durften und ganz generell schlimm unterdrückt wurden, war zwar Blödsinn – in den ukrainisch kontrollierten Donbass-Städten Kramatorsk oder Slowjansk kann man bis heute Russisch hören –, aber sie mobilisierte den Schutzinstinkt im russischen Teil eines untergegangenen Imperiums. / Dabei ist der Donbass für jede Zentralmacht ein harter Brocken. Lew Tolstoi hatte gewarnt, dem Donbass könne man nur mit politischer „Gasmaske“ betreten. Und der russische Dichter Nikolaj Domomwitow, der in den goldenen Fünfziger- und Sechzigerjahren im Donbass gelebt hatte, schrieb: „Ich fürchte dich, Donbass, ich fürchte dich.“ (SZ, Sonja Zekri, 22.08.2025)
「ドンバス」は、ウクライナ語とロシア語で「ドネツ盆地」を表す言葉の頭字語であり、ウクライナのルハンスク州とドネツク州から構成されている。ルハンスクはほぼ全面的にロシアの支配下にあるが、ドネツクについてはプーチンが大部分を制圧したものの、完全に掌握したわけではない。【…】ロシア人は今や当然のようにドンバスへの「愛着」を発見した。抑圧的な状況下での三年間の洗脳教育は、一定の効果をもたらすことができる。ドンバスでは、数十年にわたるロシア化の試みにもかかわらず、民族的にロシア人が多数派となることはなかったが、この点こそが、むしろロシアのプロパガンダをさらに駆り立てることとなった。隣国への侵攻が始まる前、国営テレビはドンバスに暮らす「ロシア系住民」の苦難を集中的に報道し、彼らはまさに「ジェノサイド」の脅威にさらされていると訴えたのである。独立国家ウクライナの中で自らの言語を奪われ、厳しく抑圧された「同胞の小さな集団」をめぐるこのヒステリックな警鐘は、実際には何の根拠もなかった――今日に至るまで、ウクライナ政府の支配下にあるクラマトルスクやスロビャンスクといった都市では、ロシア語を耳にすることができるし――それでも、この「迫害されている同胞を守れ」との言説は、消滅した帝国に属していたロシア社会の一部における保護本能を喚起するものであった。/その際、ドンバスはあらゆる中央権力にとって手ごわい存在である。レフ・トルストイは、ドンバスへは政治的な「ガスマスク」なしには足を踏み入れることはできない、と警告していた。そして、1950~1960年代の黄金時代にドンバスに暮らしていたロシアの詩人ニコライ・ドモムヴィトフは、「私はおまえを恐れる、ドンバスよ、私はおまえを恐れる」と書いている。(『南ドイツ新聞』ソーニャ・ツェクリ)
ベルギーはゲント国立劇場のミロ・ラウ監督は国際的な社会・政治問題を取り上げ、突飛なことを演出することで知られています。
Am Ende wird er zu weit gehen, das liegt in seiner Natur. Er bringt Menschen, die ihm etwas bedeuten, in Gefahr. Aber er kann es nicht lassen, das erlebt man in so einer Woche mit ihm im Kleinen wie im Großen. Und das hat natürlich zwei Seiten. Er tritt Leuten auf die Füße. Aber er muss auch an Grenzen gehen, wenn er die Welt verändern will. Und nichts weniger scheint er zu wollen. (SZ-Magazin, Nr. 18, 03.05.2019, S. 21. Spiel mit dem Tod: Gabriela Herpell und Armin Smailovic)
結局は彼はやり過ぎることになるが、これは彼の本性に基づいている。彼は彼にとって大事な人々を危険に晒す。しかし彼はそうしないではおられず、このことは彼と一週間共に過ごせば、些細なことの場合も重要なことの場合も、そうであることがよく分かる。彼は人々の足を踏みつける。しかしそれはまた彼が世界を変革しようとするならば、限界を極めなくてはならないことから来ている。そしてまさにこれが彼が欲していることのようにみえる。(『南ドイツ新聞マガジン』ガブリエーラ・ヘルペル、アルミン・スマイロヴィッチ)
ウサーマ・ビン・ラーディンの運転手を務めていたテロリスト容疑のチュニジア人サミ・Aがドイツからチュニジアに強制送還されましたが、これが行政裁判所の決定を待たずになされ、さらに行政裁が間を置かずにチュニジアは拷問の恐れがある国なので強制送還できないとの決定を下したため、当人はすでにチュニジア当局に引き渡されていたのですが、これは行政当局の違法行為として、ドイツへの再度の身柄引き渡しが要請されました。
Es ist, ganz gleich, wie Tunesien sich dazu verhält, auch richtig, dass die Richter auf der Rückholung von Sami A. bestehen. Denn seine Abschiebung war in himmelschreiender Weise rechtswidrig. Das zu ignorieren, wie dies AfD und Teile der CSU tun, heißt nichts weniger, als den Rechtsstaat zu missachten. (SZ, Ferdos Forudastan, 16.07.2018)
チュニジアがどのような態度を取るにせよ、裁判官がサミ・Aの帰還を主張するのもまた正しい。というのも、彼を国外追放したのは明らかに違法であったからである。ドイツ選択肢党やキリスト社会同盟の一部のように、これを無視することは、まさに法の支配を無視することにほかならない。(『南ドイツ新聞』フェルドス・フォルダスタン)
チュニジア側としては引き渡しを渋っているようですが。
政治家は自分の信念から所属政党を選ぶことになりますが、政策の実現のためには、鞍替えすることもあります。
Ein prinzipienloser Karrierist. Das ist Bruno Le Maire für seine Kritiker. Exakt drei Minuten nach dem Ausscheiden des konservativen Kandidaten bei Frankreichs Präsidentenwahl im Frühjahr hatte Le Maire schon die eigene Partei verraten, um zu Favorit Emmanuel Macron überzulaufen. Le Maires (wenige) Anhänger sehen in ihm – ganz im Gegenteil – einen Mann, der seinen Überzeugungen treu ist. Und der nur die Gelegenheit ergriffen hat, sie in die Tat umzusetzen: Le Maire verheißt nichts weniger als eine „radikale Transformation der französischen Wirtschaft“. (SZ, Leo Klimm, 07.07.2017)
無節操な出世主義者。それがブルーノ・ル・メールの批評家たちの見解である。この春のフランス大統領選挙で保守派候補の落選決定のちょうど3分後に、ル・メールはすでに自党を裏切り、一番人気のエマニュエル・マクロン側に寝返った。ル・メールの(少数の)支持者たちは――これに反して――、ル・メールを自分の信念に忠実な人物と見ている。そして、それを実践する機会をつかんだにすぎないと見る――ル・メールはまさに「フランス経済の抜本的移行」を約束していることになる。(『南ドイツ新聞』レオ・クリム)
三ヶ国語でも見てみましょう。
Jede Verringerung und jeder finanzielle Druck auf die Grundelemente der Gemeinschaftspolitik wie die Menschenrechte oder die Verpflichtung zur Unterstützung der Schwächsten wäre ein äußerst negatives Signal für die bereits weitgehend von der Entwicklung der Welt ausgeschlossenen Völker, die nichts weniger als Opfer einer Globalisierung sind, die mehr im Gesetz des Dschungels besteht als in Wachstum und gerechter Verteilung der Reichtümer. Die Entwicklungsländer erwarten eine ambitioniertere Haltung von der Europäischen Union, was meiner Meinung nach aus den Reaktionen auf der letzten WTO-Konferenz in Cancun hervorgeht. Eine letzte Bemerkung zur Entwicklungshilfe: Ich bin nach wie vor überzeugt, dass ohne eine umfassende Veränderung der finanziellen Vorausschau der Druck auf diese Rubrik unerträglich werden wird. (EP, Plenardebatten, 23.09.2003, Yasmine Boudjenah, GUE/NGL – FR)
Any reduction in, or financial pressure upon, the fundamental elements of Community policy, such as human rights or the duty to give assistance to those who are weakest, would have the effect of sending out a very negative signal indeed to peoples already largely excluded from the march of world progress – victims, no more nor less, of a globalisation that has more in common with the law of the jungle than with growth and the equitable distribution of wealth. Developing countries are waiting for the European Union’s ambitions to change, a fact witnessed to, I think, by the reactions at the last WTO conference in Cancún. As a final word on the subject of development aid, I remain convinced that, without a serious review of the financial perspectives, the pressure upon this heading will become unbearable. (ibid.)
Toute réduction ou pression financière sur les éléments fondamentaux de la politique communautaire, tels que les droits de l’homme ou le devoir de porter assistance aux plus faibles, reviendrait à donner un bien mauvais signal aux peuples déjà largement exclus de la marche du monde, victimes – ni plus ni moins – d’une mondialisation qui s’apparente davantage à la loi de la jungle qu’à la croissance et à la répartition équitable des richesses. Les pays en développement attendent une autre ambition de l’Union européenne, il me semble que les réactions lors de la dernière conférence de l’OMC à Cancun en témoignent. Pour en terminer avec l’aide au développement, je reste convaincue que sans révision sérieuse des perspectives financières, la pression sur cette rubrique devient insupportable. (idem)
人権や最も弱い立場にある人々を支援する義務など共同体政策の基本要素に対する、いかなる削減や財政的圧力も、すでに世界の発展からほとんど取り残されている国々、成長や富の公正な分配よりも、むしろジャングルの法則が支配するグローバリゼーションのまさに犠牲者に他ならない国々にとっては、極めて否定的なメッセージとなるでしょう。開発途上国は、欧州連合に対してより野心的な姿勢を期待しています。これは、私の考えでは、カンクンで行われた前回のWTO会議における反応からも明らかです。開発援助について最後に一言申し上げますと、私は依然として、財政見通しを包括的に見直さない限り、この分野への圧力が耐えがたいものになると確信している次第であります。(欧州議会、常会、ブディエナ、欧州統一左派・北方緑の左派同盟、フランス選出)
コメントを送信